15 bekannte Journalisten aus der Netzwelt, haben 17 Thesen aufgestellt, die zusammenfassen sollen, wie Journalismus heute funktioniert.
Einige Fragen an Mitunterzeichner Sascha Lobo
Was passiert nach dem Manifest?
Lobo: Es entsteht eine Diskussion darüber, wie die Zukunft des Journalismus im Netz aussieht. Die gibt es in Teilen zwar jetzt schon - wird aber von Interessen vergiftet, die die mediale Realität des Internet verleugnen. Angefangen von den rechtlichen Aspekten wie Leistungsschutzrecht bis hin zum Verteufeln von Google. Konkret werden sicher Handlungsanleitungen aus dem Manifest erwachsen - und zwar dezentral an vielen Stellen. Das Manifest soll als Auftakt und Referenz dafür fungieren.
Wen wollen die Unterzeichner mit dem Manifest erreichen?
Lobo: Die Öffentlichkeit, die derzeit unter einem politischen wie medialen Beschuss von Verlagslobbyisten leidet, weshalb eine vernünftige Diskussion schwieriger geworden ist. Das Internet-Manifest soll auch als Gegengewicht zu den gefühlt 235 Erklärungen - für jede deutsche Stadt über 100.000 Einwohner eine, nach der sie dann auch benannt ist - dienen, in denen formuliert wurde, weshalb sich das Internet gefälligst dem deutschen Verlagsapparat zu unterwerfen habe.









