Ein Assessment-Center ist kein Plauderstündchen. Unter dem Motto "Survival of the fittest" werden die Kandidaten in einem ein- bis dreitägigen Auswahlverfahren auf Herz und Nieren geprüft.
Ein Vorstellungsgespräch hat nicht nur den Zweck Informationen auszutauschen und die fachliche Qualifikation des Bewerbers im Hinblick auf die ausgeschriebene Stelle zu überprüfen. Während eines Job-Interviews findet ein gegenseitiges "Beschnuppern" statt, denn im Auswahlprozess spielt auch Sympathie eine wichtige Rolle. Ihre Aufgabe in einem Vorstellungsgespräch besteht also darin, aktiv an einem konstruktiven und positiven Gesprächsklima mitzuwirken.
Wann ereilen Sie Fangfragen? Richtig, wenn Sie nicht gut vorbereitet sind. Doch unverhofft kommt oft: Für das Vorstellungsge-spräch vor Ort können Sie sich wappnen, für das telefonische Vorinterview dagegen nicht immer. Daher wundert es auch nicht, dass ein Personaler Sie insbesondere bei der telefonischen Vorselektion schnell auf die falsche Fährte führen kann.
Auch wenn es das einstige Schreckgespenst des Stressinterviews eigentlich nicht mehr gibt und sich Personaler als interessiert und als angenehme Gesprächspartner erweisen, sollten Sie ihnen das Leben nicht ungewollt schwer machen. Denn alles verzeihen sie nicht.
Gerade für Hochschulabsolventen, die am Anfang ihrer beruflichen Laufbahn stehen und wenig Erfahrung mit Bewerbungen haben, kann das erste Vorstellunggespräch eine große Hürde darstellen
Manche Menschen sammeln ihr Leben lang Briefmarken, Tassen, Postkarten oder Streichholzschachteln. Ohne Frage kann das ein schönes Hobby sein, nur hat es leider keine berufliche Relevanz.
Anders sieht es dagegen mit dem Sammeln von Erfahrungen aus: Sie haben in Ihren letzten Berufsjahren reichlich Erfahrung gesammelt und verfügen über ein beeindruckendes Erfahrungswissen.
Im Vorstellungsgespräch sind grundsätzlich alle Fragen unzulässig, die den Privatbereich des Bewerbers betreffen und nichts mit der eigentlichen Aufgabe zu tun haben. Hintergrund ist der Schutz des Persönlichkeitsrechts und das Recht auf Gleichbehandlung.
Zusatzqualifikationen erweitern das Spektrum unserer Fähigkeiten und differenzieren uns vom Wettbewerb. Auch im Bewerbungsprozess können sie einen entscheidenden Vorteil bedeuten. Das Problem: Die Titel vieler Abschlüsse klingen zwar beeindruckend doch es bleibt unklar was der Betreffende denn nun eigentlich kann.
Bewerbungsexperte Heiko Lüdemann gibt in der Süddeutschen Tipps, wie Zusatzqualifikationen verständlich und gewinnbringend eingesetzt werden.