Beate Hentschel-Schroeder ist Beraterin bei der Agentur für Arbeit in Stuttgart. Sie gehört dem Team „Akademische Berufe“ an und führt in dieser Funktion häufig Gespräche mit Quereinsteigern. Das Team Akademische Berufe betreut im Jahresschnitt rund 3000 arbeitslose bzw. ratsuchende Akademiker. Sie selbst führt pro Jahr etwa 600 Einzelberatungen durch.
Ein guter Abschluss bzw. eine gute Ausbildung sind schon lange keine Garantie mehr für einen hohen Gehaltsscheck am Monatsende. Während die einen dazu übergehen daher überhaupt nichts mehr zu planen und in den Tag hinein leben entwerfen andere versessen bis in das kleinste Detail private und berufliche Szenarien.
Coco Chanel eröffnete nach dem zweiten Weltkrieg mit 71 Jahren und nach 15 Jahren Geschäftspause im Jahre 1954 ihren berühmten Salon in Paris. Sie startete mit einer neuen Kollektion, die von der Presse höhnisch kommentiert wurde. Nachdem ein bekanntes Magazin allerdings ein Jahr später die Eleganz ihrer Tweed-Zweiteiler gewürdigt hatte, begann der legendäre Siegeszug des Chanel-Kostüms.
In diesem Beitrag geht es nicht um Coco Chanel, sondern um die Erkenntnis, dass Erfahrung ein wichtiges Gut ist. In vielen Unternehmen wird nach wie vor übersehen, dass jüngere und erfahrene Fachkräfte aufeinander angewiesen sind und künftig eng miteinander zusammenarbeiten müssen und voneinander lernen können.
"Meetings sind reine Zeitverschwendung!" Das sagen gut ein Drittel der Arbeitnehmer und benehmen sich entsprechend unmotiviert in Besprechungen. Umso besser ist die Gelegenheit für ambitionierte Karrieremacher, sich in Meetings gekonnt in Szene zu setzen und zu positionieren: Kleiner Aufwand, große Wirkung. Als Teilnehmer eines Meetings gehört weit mehr zu einem überzeugenden Auftritt als die bloße Anwesenheit. Klar: Nur wer zuhört, kann auch mitreden und eine gründliche Vorbereitung zählt ebenfalls als Selbstverständlichkeit. Aber wer hätte gedacht, dass sogar die Platzwahl am Konferenztisch so einiges über die Karriereambitionen aussagt?
"Nein" zu sagen ist gar nicht so einfach. Vor allen Dingen deshalb, weil man niemanden vor den Kopf stoßen möchte. Dabei gibt es sehr nette Umschreibungen für das Wörtchen "nein", die das Gleiche bedeuten, aber wesentlich angenehmer sind – für beide Seiten!
Ausgezeichnete Fachkompetenzen sind für den Berufseinstieg unerlässlich, sie stellen sozusagen die Berechtigung dar, um überhaupt als interessanter Kandidat in Betracht zu kommen und zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen zu werden.
Fachwissen kann man sich mit Fleiß und Disziplin aneignen, eine Persönlichkeit gezielt ändern ist da schon sehr viel schwieriger und vor allem langwieriger. Das wissen auch Personaler. Deshalb liegt es auf der Hand, dass Personalexperten neben dem dokumentierten Fachwissen verstärkt nach den so genannten Soft Skills (auch Schlüsselqualifikationen) Ausschau halten.
Wenn Sie sich neu orientieren möchten, dann werden Sie in den meisten Fällen nicht drum herum kommen, sich zu bewerben. Sich zu bewerben bedeutet, für sich zu werben, seine Arbeitskraft bestechend gut anzupreisen und sich mit maßgeschneiderten Bewerbungsunterlagen als der Traumkandidat für den begehrten Job zu präsentieren.
Studien besagen, dass schon heute mehr als 500.000 offene Stellen aufgrund des Fachkräftemangels nicht besetzt werden können. Kleine und mittlere Unternehmen werden durch den Fachkräftemangel der kommenden Jahre in ihrer Wettbewerbsfähigkeit bedroht. Ihnen fehlt es an Bekanntheitsgrad und einem positiven Image als attraktive Arbeitgeber.